BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Sabre//Sabre VObject 4.5.8//EN
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VEVENT
UID:sabre-vobject-ba1d671e-191f-4635-96c8-5397cb047a18
DTSTAMP:20260514T174109Z
SUMMARY:Edition 5\, Maja Bringolf\, Vincent Kohler
DESCRIPTION:Während 30 Jahren hat die Edition 5 Erstfeld insgesamt 244 Obj
 ekte von nationalen und internationalen Kunstschaffenden herausgegeben. Ru
 th und Jürg Nyffeler achteten darauf\, dass sowohl Kunstschaffende zahlre
 icher verschiedener Nationen als auch verschiedener Generationen vertreten
  waren. Dabei wurde keine stringente Stilrichtung verfolgt\, vielmehr ware
 n es persönliche Vorlieben und Interessen\, die zu einer Zusammenarbeit f
 ührten. In der Vebikus Kunsthalle Schaffhausen ist eine repräsentative A
 uswahl zu sehen. Einzelne Arbeiten werden zum ersten Mal in einer grösser
 en Ausstellung gezeigt. Ebenfalls vertreten in der Edition 5 Erstfeld sind
  Maya Bringolf und Vincent Kohler.\nInvar-Torre Hollaus schreibt in einem 
 Essay: «Bei einem Besuch bei Ruth &amp\; Jürg Nyffeler in Erstfeld läss
 t sich dieser vielstimmige Dialog eindrucksvoll erleben. Man wird auf ganz
  unterschiedlichen sinnlichen\, intellektuellen\, ästhetischen und materi
 ellen Ebenen aktiviert. Das ist Ausdruck einer ernsthaften Auseinandersetz
 ung mit der Kunst und zeugt von einer Haltung\, die offen ist für Neues\,
  Unkonventionelles\, Überraschendes und sich auch auf Widerständiges ein
 lässt. Andere Meinungen werden nicht nur geduldet\, sondern sind explizit
  erwünscht. Im Austausch mit diesen individuellen ‘Gesprächspartnern
 ’ kann man so seinen eigenen Standpunkt kritisch hinterfragen\, um sich 
 auf diese Weise neu in der Welt zu verorten. Die Auseinandersetzung mit Ku
 nst wird hier wirklich gelebt.»\nhttps://www.edition5.org\\n\nMaya Bringo
 lf\, gebürtige Schaffhauserin\, lebt und arbeitet in Zürich. Es sind all
 tägliche Einrichtungsgegenstände\, ausgemusterte Kleider oder Dinge\, di
 e kurz davorstehen\, irgendwo entsorgt zu werden\, welche Maya Bringolf mi
 t neuem Leben versieht. Dabei mutet es durchaus schonungslos und brachial 
 an\, wie die neu zusammengebrachten Gegenstände in eigentümliche ästhet
 ische Gebilde umgeformt werden. Es lässt uns vermuten\, dass diese «heft
 igen Veränderungen» durchaus lustvoll entstehen. All die ausgedienten Te
 ppiche\, Plastikstühle\, Metallrohre oder Möbelstücke erhalten durch Ma
 ya Bringolfs Hand ein Revival\, eine neue prekäre und unerwartete Erschei
 nung.\nIsabel Zürcher schreibt zu Maya Bringolfs Teppichen: «Ihre Teppic
 he sind gelocht\, und versengt erscheint die Kunstfaser industriell gefert
 igter Bettvorleger. Wie eine Salve von Einschusslöchern metastasieren neu
 e Muster durch Gewebe und Ornament. Doch der erste Schein trügt: Maya Bri
 ngolf hat die Perforation nicht eingebrannt ins wohnliche Accessoire. Die 
 runden Öffnungen schneidet sie aus und bepinselt die verletzte Textur sor
 gfältig mit Epoxyd-Harz zur Festigung. Schwarzer Acrylspray simuliert Rau
 chspuren. Eine toxische Materialität dringt so ins Kunsthandwerk\, frisst
  sich durch den Boden bürgerlicher Wohnkultur. Und während wir in der Ve
 rletzung noch ein Sakrileg erkennen\, gewinnen die Objekte ihre andere Sch
 önheit\, ihre unheimliche Opulenz.»\nVincent Kohler\, geboren in Nyon\, 
 lebt und arbeitet in Lausanne. Vincent Kohlers Werk konzentriert sich vorw
 iegend auf Bildhauerei und Malerei\, wobei immer wieder seine Affinität z
 ur Musik und im Besonderen zur Pop-Musik in Erscheinung tritt. Von sich sc
 hreibt der Künstler: «Ich experimentiere mit verschiedenen Ausdrucksform
 en wie Illusion\, Ablenkung\, Transformation oder Vergrößerung von Allta
 gsgegenständen – sei es aus dem Alltag\, dem Volksglauben oder aus der 
 Fantasie.» Dabei sind es mehrheitlich simple Alltagsgegenstände (Schlitt
 en\, Kühlschrank\, Musikinstrumente\, Cervelats oder andere industriell g
 efertigte Dinge)\, die mit artifiziellen Mitteln «nachgebaut» werden. Es
  entstehen irritierende Konstrukte\, die an wahrhaft «echte» Dinge erinn
 ern\, welche jedoch auf eigentümliche Art als «fake objects» in Erschei
 nung treten. Es wirkt so\, als würde Vincent Kohler bestehende Gegenstän
 de noch einmal denken und in ihre eigene\, behutsam gestaltete artifiziell
 e Welt übersetzen.\nAndrea Thal schreibt zu Vincent Kohlers Werk: «Seine
  Aufmerksamkeit gilt vielmehr den aus dem Alltag aufgegriffenen Artefakten
 \, Apparaten und Techniken und der Frage\, wofür diese stehen\, wenn sie 
 als vergrösserte Kulissen für einen (noch) nicht realisierten Film stehe
 n. Dabei erfolgt nie ein Abgesang oder eine Verhöhnung des Zitierten\, da
 von zeugt schon alleine die Aufmerksamkeit für das Detail und die liebevo
 lle Ausführung der Objekte. Sie erlauben es dem Künstler\, ein Phänomen
  aus seinem angestammten Kontext zu lösen\, und seinen Möglichkeiten und
  Beschaffenheiten freien Lauf zu lassen. Anstelle eines möglichen Zynismu
 s tritt die Geste der Versöhnlichkeit.»
LOCATION:Vebikus Kunsthalle Schaffhausen\, Baumgartenstrasse 19\, 8201 Scha
 ffhausen
DTSTART;TZID=Europe/Zurich:20270621T140000
DTEND;TZID=Europe/Zurich:20270621T140000
ORGANIZER:Vebikus Kunsthalle Schaffhausen
END:VEVENT
END:VCALENDAR
