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SUMMARY:Über die Jahre. Rose Marie Schnorrenberg zum 100. Geburtstag
DESCRIPTION:Rose Marie Schnorrenberg war 1954 die jüngste der sogenannten 
 Höri-Künstler/-innen\, die sich auf der idyllischen Halbinsel am Bodense
 e bereits seit den 1930er Jahren niedergelassen hatten. Mit ihr verstarb 2
 021 eine Zeitzeugin\, eine charismatische Malerin\, eine passionierte Päd
 agogin und eine christlich-sozial engagierte Frau\, die bis ins hohe Alter
  voll lebendiger Schaffenskraft war.\nRose Marie Schnorrenberg wurde vor 1
 00 Jahren am 22. Februar 1926 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur stud
 ierte sie an der Landeskunstschule in Hamburg und war Stipendiatin an der 
 Düsseldorfer Kunstakademie. Als Meisterschülerin von Ferdinand Macketanz
  kam sie 1952 erstmals auf die Höri. Hier hatte sich – angeregt durch d
 en ehemaligen Direktor der Düsseldorfer Akademie der Bildenden Künste\, 
 Dr. Walter Kaesbach\, – bereits vor\, während und kurz nach dem Krieg e
 ine Art Künstlerkolonie gebildet\, deren Mitglieder stilistisch eigene We
 g gingen. Rose Marie Schnorrenberg gesellte sich 1954 im Alter von 28 Jahr
 en dauerhaft in diese Gemeinschaft. Es entstanden Freundschaften untereina
 nder\, man unternahm gemeinsame Malerausflüge\, inspirierte sich und blie
 b doch unverwechselbar „eigenartig“. 1959 eröffnete der Maler Rudolf 
 Stuckert eine Galerie in Konstanz\, in der er auch Ausstellungen seiner Ma
 lerkollegen ermöglichte. 1962 waren er und auch Rose Marie Schnorrenberg 
 Mitbegründer der Künstlergruppe „Der kleine Kreis“ in Konstanz. Die 
 beiden heirateten 1967 und betrieben die Galerie fortan bis 1972 gemeinsam
 . Das Paar zog 1974 von Wangen am Untersee in ein denkmalgeschütztes Haus
  nach Bettnang auf die vordere Höri. Sie lebten in dem von ihnen liebevol
 l restaurierten Anwesen gemeinsam mit ihrer 1972 geborenen Tochter Judith 
 und Rose Marie Schnorrenbergs bereits 1955 geborenen Tochter Corina. Von 1
 972 bis 1992 unterrichtete Rose Marie Schnorrenberg Kunst an der Evangelis
 chen Internatsschule Schloss Gaienhofen. Eine Tätigkeit\, die ihr sehr am
  Herzen lag. Auch nach dem Tod ihres Mannes 2002 blieb Rose Marie Schnorre
 nberg künstlerisch aktiv.\nDie Ausstellung zeigt Bilder aus dem Privatbes
 itz der Malerin und vermittelt einen repräsentativen Einblick in ihr Œuv
 re „Über die Jahre“. Zu sehen sind vor allem Landschaftsdarstellungen
 \, die zu Beginn noch mit stark leuchtenden Komplementärfarben den Einflu
 ss des Rheinischen Expressionismus‘ erkennen lassen\, sich später sachl
 icher\, flächiger und linienbezogener geben und zunehmend eine Leichtigke
 it entwickeln\, abstrakter werden\, aber doch stets unverwechselbar bleibe
 n.
LOCATION:Hesse Museum Gaienhofen\, Kapellenstraße 8\, 78242 Gaienhofen
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